Hat SEO eine Zukunft?

SEO zählt zu den Dienstleistungen, die schwer messbar sind. Viele Laien fragen sich: Lohnt es sich wirklich, wenn Unternehmen Tausende Euros für die Suchmaschinenoptimierung ausgeben? Was qualifiziert diese SEO Experten?

SEO hat sich sehr weit als Dienstleistung verbreitet, vor allem bei jungen Freelancern. Die Frage, die sich bei dieser rasanten Entwicklung der Branche stellt: Hat SEO überhaupt eine Zukunft?

Zweck von SEO

Mit der Suchmaschinenoptimierung versucht man mithilfe gewisser Optimierungen auf der Seite selbst, aber auch mit dem Marketing, das Ranking der eigenen Seite auf den Suchmaschinen zu verbessern. Die Website wird auf ein bestimmtes Keyword optimiert, damit es sich mit Google & Co. Anfreunden kann, um möglichst gut platziert zu werden.

Die Suchmaschinen haben den Zweck, dem Nutzer die bestmöglichen Ergebnisse zu liefern. Vor einigen Jahren waren die Faktoren relativ offenkundig: Anzahl der Links, die auf eine Website zeigen und eine möglichst hohe Keyword Dichte. Viele Webmaster fügten beispielsweise am Ende ihrer Website Keywords ein, die für den Besucher kaum lesbar waren, nur um die Keyworddichte und das Ranking zu verbessern.

Man könnte behaupten, SEO arbeitet gegen Suchmaschinen.

Die Suchmaschine versucht zu bewerten, ob eine Website für den Benutzer sinnvoll ist. Wenn man also SEO betreibt, dann muss die Website nicht unbedingt nützlich sein, sie wird nur von Suchmaschinen besser angesehen.

Hat SEO eine Zukunft?

Jein! Wie bereits festgestellt, ist es mit der Zeit (glücklicherweise) deutlich schwieriger geworden, das Ranking einer Website manipulativ zu verbessern. Das bedeutet: Da sich die Algorithmen verbessert haben, können Google & Co genauere Resultate erzielen. Sie können den Inhalt einer Website besser einschätzen und Spreu von Weizen trennen.

Wie zu erwarten ist, werden sich die Algorithmen weiterhin verbessern, um dem Bedürfnis der Menschen immer näher zu kommen und relevante Ergebnisse zu liefern. Im Umkehrschluss bedeutet das:

Die Relevanz vom Content wird steigen, der Einfluss von SEO nimmt ab

Fazit

Eine Suchmaschine wird nie so denken können wie wir Menschen. Daher kann man SEO niemals ganz ausschließen. Ich bin davon überzeugt, dass der Einfluss von SEO auf Dauer zurückgehen wird. Trotzdem wird man als Webmaster Mindestbedingungen erfüllen müssen, wie z.B. die Bereitstellung von gewissen Metadaten, damit es den Crawlern überhaupt erst möglich ist, eine Website korrekt zu analysieren. Andererseits wird es schwieriger, die Ergebnisse zu manipulieren, was zur Folge hat, dass es wirklichen Experten bedarf, um tatsächlich einen merklichen Einfluss zu generieren.

Zu guter letzt noch eine kontroverse These zur Diskussion:

Suchmaschinen liefern Ergebnisse nach inhaltlicher Relevanz, nicht nach SEO-Optimierung. Das beste SEO ist qualitativer Content!

Wie sehen Sie SEO in 10 Jahren? Hat die Branche eine Zukunft?

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7 Gedanken zu „Hat SEO eine Zukunft?

  • 25 November, 2014 um 21:53
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    Es geht ja bei SEO nicht darum zu manipulieren. Viel mehr will man die Website so gestallten das die sie den Suchmaschinen und vor allem den menschlichen Ansprüchen genüge wird 😉

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    • 25 November, 2014 um 21:57
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      Hallo Pascal, prinzipiell hast du Recht. Mit der Manipulation meinte ich – überspitzt ausgedrückt – die Beeinflussung der Suchmaschinen. Ich mag es allerdings nicht, wenn SEO auf Kosten der Lesbarkeit betrieben wird, indem Publisher mehr auf Keywords/die Keyworddichte als auf die Lesbarkeit achten.
      In dem Fall wird der Inhalt schlechter, aber trotzdem wird die Website von Suchmaschinen besser bewertet.

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      • 25 November, 2014 um 22:14
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        Aber lange Zeit geht so etwas meist nicht gut. Nachhaltigkeit und der Mehrwert für den User stehen an erster Stelle. Alle die Keywordstuffing etc. betreiben werden früher oder später nicht mehr auf Seite 1 sein 😉

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  • 26 November, 2014 um 12:30
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    Als Websitebetreiber sollte man darauf achten, einen Kompromiss zwischen Design und Google Ranking zu erreichen..
    Wird der Hauptschwerpunkt auf SEO gelegt, versucht man unnötigen Ballast im Webdesign zu verzichten,, um optimalen und möglichst themenbezogenen Quellcode (genauer seo-bedeutenden Kerngehalt) zu erstellen
    Dieser Verzicht auf überflüssige Skripte und Module wie akkurate Positionierung des Inhaltes bringt tatsächlich einiges für die Search Engine Optimizing,
    Aber wer surft schon gern in einer öden Textlandschaft?
    Die Schwierigkeit ist deshalb, Design, Programmierung oder Google Ranking in Einklang zu bringen und regelmäßig zu aktualisieren.

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  • 2 Januar, 2015 um 12:49
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    SEO ist für mich als Bloggerin natürlich eine relativ wichtige Sache. Allerdings finde ich es immer sehr schwer zu sagen „Mein Blog ist SEO optimiert.“ Das ist 1. schwer zu erreichen und 2. versteh ich nicht immer alles, was damit zu tun hat. Egal wieviele Artikel ich lese, egal wieviel ist SEO studiere, es will einfach nciht alles in meinen Kopf. Die Frage ist: Liegt das an mir? Oder wirklich daran, dass SEO zu kompliziert ist? SEO für meinen Blog funktioniert nur dann, wenn ich etwas geschrieben habe, was viele Menschen interessiert. Einen Essensplaner zum Beispiel oder eine Reisereview zu einem Unternehmen, dass auf eine seltsame Art und Weise Werbung für sich macht. Alles andere geht quasi in der Flut des Internets unter.

    Lg Anna

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  • 2 Januar, 2015 um 15:45
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    Hallo Max,

    schöner, kurzer und prägnanter Artikel – ich sehe das ganz ähnlich. Websites sollten einfach primär für den Besucher, und nicht für die Suchmaschinen konzipiert werden.

    Den Crawlern die arbeit etwas zu erleichtern ist – gerade bei großen Websites (habe unter Anderem mit Sites > 1000 Pages zu tun) ist das fast unumgänglich.

    (White Hat) SEO ist und bleibt ein spannendes Thema – ich bin froh, dass die Suchmaschinenanbieter gegen die BlackHat-SEO vorgehen und man so vor den damals doch so nervigen Keyword-Zusammenfassungs-Seiten behütet wird 😉

    Ich wünsche noch einen erfolgreichen #BloKoDe – vielleicht willst du ja auch mal auf meinem (noch sehr neuen) Blog vorbei schauen.

    Viele Grüße

    Korbinian

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  • 10 Januar, 2015 um 18:45
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    Ich denke auch, dass ein ARtikel so geschrieben sein soller, dass man ihn findet, wenn er gesucht wird 🙂 Ohne zu heftige Bewerbung.

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