Hat SEO eine Zukunft?

SEO zählt zu den Dienstleistungen, die schwer messbar sind. Viele Laien fragen sich: Lohnt es sich wirklich, wenn Unternehmen Tausende Euros für die Suchmaschinenoptimierung ausgeben? Was qualifiziert diese SEO Experten?

SEO hat sich sehr weit als Dienstleistung verbreitet, vor allem bei jungen Freelancern. Die Frage, die sich bei dieser rasanten Entwicklung der Branche stellt: Hat SEO überhaupt eine Zukunft? Mehr lesen

Website Ladezeit & PageSpeed verbessern: So geht´s!

Website PagespeedDie Seitenladezeiten einer Website sind nicht nur für Usability und Traffic entscheidend, sondern spielen auch für die SEO Optimierung eine große Rolle. Google gab im Blog 2012 bekannt, dass der PageSpeed einer Website direkt in das Ranking mit einfließe.
Sicherlich macht der Pagespeed nur einen geringen Teil des Rankings aus, doch er kann einer Website bei totalen Abweichungen schaden. Daher macht es Sinn, die Seitenladezeit zu optimieren. Wie man das mit kleinen Verbesserungen schnell erreichen kann, zeige Ich in diesem Artikel. 5 Tipps für schnellere Seitenladezeiten!

 

Warum der Pagespeed einer Website wichtig ist

Die Seitenladezeiten einer Website sind für Besucher sehr wichtig. Leute, die auf der Suche nach einem bestimmten Produkt oder Artikel sind, der genau ihren Vorstellungen entspricht, entscheiden sich in kürzester Zeit, ob Sie ihre Website lesen oder Sie sich eine Alternative suchen sollten. Wird der Besucher dann auch noch durch lange Wartezeiten an seiner Recherche gehindert, sinkt seine Kaufbereitschaft und sein Interesse.

Man könnte die Aussagen als belanglose Thesen abstempeln, doch eine Studie von Amazon bewies, dass die Conversion Rate pro 0.1 Sekunden zusätzlicher Antwortzeit um 1% sinke (Conversion = Bestimmtes Ziel einer Website, das erreicht werden soll. Bei Onlineshops ist der Verkauf eine Conversion). Demnach macht eine Sekunde Unterschied einen Verlust von 10% aus.

Vorteile von schnelleren Webseiten:

  • Mehr organische Zugriffe über Suchmaschinen durch die PageSpeed Berücksichtigung
  • Höhere Conversion Rate

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1. Http-Anfragen reduzieren

Jede Anfrage über ein Http-Request kostet Zeit. Der Grund, warum Ich dies an erster Stelle benenne, liegt in der Natur der Sache.

Http Verbindungen unterstützen keinen Datenstrom. Für jedes geladene Bild /Stylesheet wird eine neue Verbindung aufgebaut und im Anschluss wieder getrennt. Für Besucher von Smartphones und Tablets, die über mobiles Internet surfen, ist das sehr aufwändig und zeitraubend.

Optimierung: Überlegen Sie, welche Ressourcen wirklich benötigt werden. Versuchen Sie, externe Inhalte möglichst direkt zu integrieren. Javascript Code muss nicht zwangsweise extern eingebunden werden. Stattdessen empfiehlt es sich, den Quellcode direct über <script> und </script> einzubinden.

 

2. Verschiedene Bildergrößen bereitstellen (Skalieren)

Bei Websites, die mit vielen Bildern arbeiten, machen diese einen großen Anteil der Datenmenge aus. Ein weiterer Grund, Bilder zu skalieren und in möglichst vielen verschiedenen Größen bereitzustellen. Wer eine Seite mit dem Smartphone aufruft und ein großes Bild herunterladen muss, das im Nachhinein sowieso verkleinert wird, bekommt das Bild nicht in besserer Qualität zu sehen als ein für kleine Bildschirme optimiertes Bild.

Optimierung: Stellen Sie im Optimalfall drei Größen für Bilder bereit, die häufig zum Einsatz kommen. Je nach Displaygröße laden Sie dann das entsprechende Bild. Wie sie verschiedene Größen einer Datei bereitstellen und diese (ohne Javascript!) abhängig vom Gerät anzeigen, habe Ich im Artikel Schnellere Ladezeiten durch Conditional Loading gezeigt. Ein nützlicher Service zur Bildverkleinerung ist tinipng.com, der PNG Bilder möglichst verlustfrei komprimiert.

 

3. Dateien bereithalten: Browser-Cache benutzen

Es macht keinen Sinn, alle Elemente einer Seite bei jedem Aufruf neu zu laden. Abhilfe dagegen schafft das nicht unbekannte Browser Caching. Über den Header der Website teilen Sie dem Browser mit, wie lange er die Elemente lokal speichern soll.

Optimierung: Über die Header Daten können Sie einen „Expires“ Wert angeben. Wie der Name schon suggeriert, legt man mit diesem Wert das Ablaufdatum fest. So wird ein Bild nicht bei jedem Aufruf neu geladen, sondern beispielsweise alle 2 Wochen. Google empfiehlt: Bilder mindestens 1 Woche im Browser Cache speichern!

 

4. Javascript im Footer laden

Optimierung: Laden Sie Javascript Quellcode erst am Ende der Seite. Dies hat den entscheidenden Vorteil, dass erst der Inhalt dargestellt und erst im Anschluss das Script geladen wird. Der Besucher kann ihren Inhalt also bereits lesen, während der Browser das Script noch herunterlädt. Auch Besuchertools (z.B. Google Analytics) können im Footer geladen werden.

 

5. CSS & Javascript komprimieren

Eine weitere Stütze zur Pagespeed Optimierung kann die Komprimierung von CSS- und Javascript Ressourcen sein. In CSS Stylesheets befinden sich oft Kommentare und viele Leerzeichen sowie Zeilenumbrüche, die der Benutzer nicht braucht.

Optimierung: Ich empfehle: Speichern Sie eine lesbare und eine komprimierte Version ab. Arbeiten Sie immer an der lesbaren Version und erzeugen Sie daraus wieder eine komprimierte Datei. Laden Sie schließlich nur die komprimierte Datei auf den Webserver. Für diese Aufgabe gibt es die nützlichen Tools csscompressor.com und javascriptcompressor.com. Der Name sollte die Funktionalität bereits erklären 🙂

 

Fazit

Die Pagespeed Optimierung kann für Websites, die sich bisher nicht damit beschäftigt haben, relativ einfach mit üblichen Werkzeugen durchgeführt werden. Im Anbetracht des Aufwands lohnt sich die Optimierung defitnitiv. Wer die Seitenladezeit seiner Website testen möchte, kann das über Pagespeed Insight von Google tun. Auf CoderDesigner gibt es ebenfalls einen interessanten Artikel über Google Pagespeed.

Quellen:

http://www.torbenleuschner.de/blog/730/pagespeed-so-machst-du-deine-website-schneller/
http://unbounce.com/conversion-rate-optimization/a-fast-web-site-increases-conversions/
http://javascriptcompressor.com/
http://csscompressor.com/

Bild: Bernd Kasper  / pixelio.de

Website Pagespeed verbessern – Schnellere Ladezeiten durch Conditional Loading mit Media Queries

Responsive WebdesignSeitenladezeiten sind ein durchaus entscheidender Faktor in puncto Usability. Der vor allem durch Smartphones hervorgerufene Unterschiede zwischen Displaygrößen stellen Webentwickler und Webdesigner vor neue Aufgaben. Aus einer statista.de Statistik geht hervor, dass bereits 2013 rund 95% der Internetnutzer mit einer Bandbreite von 2 MBit / s oder mehr im Internet surften. Von diesen Werten können Smartphone Nutzer beim mobilen Internet ohne einen LTE Tarif nur träumen.

Was ist Conditional Loading?

Conditional Loading – übersetzt „bedingtes Laden“ – ist der Mechanismus, Website Inhalte je nach Gerät in optimierter Form darzustellen. In der Praxis kann dies beispielsweise bedeuten, dass alle Geräte, deren Bildschirmbreite 500 oder weniger Pixel beträgt, ein 500 Pixel breites Hintergrundbild erhalten. Geräte, deren Breite 500 Pixel überschreitet, erhalten ein größeres Bild (z.B. mit 700 Pixel Breite). Es gibt verschiedene Arten des Conditional Loadings.

Alle guten Dinge sind Drei

Man kann über eine Klasse wie MobileDetect überprüfen, ob der Besucher eine Website von einem Smartphone, Tablet oder Desktop PC aufruft. Die Methode finde ich allerdings nicht optimal, da Design & Programmlogik vermischt werden müssten. Man müsste sich im Script um die Darstellung kümmern. Javascript lässt sich ebenfalls für Conditional Loading verwenden, indem man die Breite und Höhe der Geräte über die Standard Javascript Funktionen abfragt. Mein Favorit bleibt jedoch das Conditional Loading über CSS. Seit CSS 3.0 ist es möglich, mithilfe einiger Längenattribute eigene Stylesheets für bestimmte Gerätegrößen zu definieren.

 

Media Queries – Das individuelle Stylesheet

Media Queries sind relativ simpel. Sie werden innerhalb eines Stylesheets definiert und überschreiben die CSS-Eigenschaften speziell für ein gewisses Gerätemedium oder eine Gerätegröße.

Die Queries funktionieren wie eine if-Abfrage und sind wie folgt aufgebaut: media <Medientyp> and (weitere Attribute, z.B. Gerätebreite)

Eine Beispiel Query, die alle Geräte mit einer Breite von 500 Pixeln auswählt, sähe wie folgt aus:

@media all and (min-device-width: 500px) {
spezielle CSS Eigenschaften für Geräte mit einer Breite von <500px
}

Als Medientypen kann man zahlreiche Werte definieren, darunter beispielsweise print zum Druck der Website oder handheld für Geräte die üblicherweise in der Hand gehalten werden. Eine Übersicht über die Medientypen lässt sich dem Dokument von SelfHtml zu Mediaqueries entnehmen. Ich verwende für Responsive Webdesign dennoch meist all als Medientyp, weil die entsprechenden Stylesheets dann auch auf Desktop PCs geladen werden, was ich ebenfalls sinnvoll finde.

Stylesheets auf die Gerätegröße zurechtschneiden (Unterschied zwischen Geräte- und Fensterbreite)

Widmen wir uns nun den Größenangaben der Geräte. Es gibt einen wesentlichen Unterschied bei den Attributen, den man bei der Implementierung beachten sollte: Man kann für die Media Queries die Gerätegröße oder die aktuelle Größe des Browserfensters als Bedingung festsetzen. Der Unterschied ist für Besucher von Desktop PCs besonders entscheidend. Wenn man die Gerätebreite für das nachfolgende Stylesheet auf 500 Pixel festsetzt, dann wird es nur für entsprechend kleine Geräte verwendet. Setzt man jedoch nur die Breite als Bedingung fest, laden auch Browser, deren Browserfenster die Breite unterscheidet, diese Eigenschaften.

Media Query für Gerätebreite

@media all and (max-device-width:749px){
Stylesheet
}

Media Query für Breite des Browserfensters

@media all and (max-width:749px){
Stylesheet
}

 

Bilder von Gerätegröße abhängig herunterladen

Ziel ist es, durch das Conditional Loading Datenmengen einzusparen, die unnötig übertragen werden. In der heutigen Zeit mag dies auf den ersten Augenblick vielleicht “sinnlos” zu wirken, doch für Smartphone Besucher können macht die Datenmenge einen großen Teil der Usability aus. Das W3 Konsortium empfiehlt sogar ein Maximum von 20KB für mobile Websites. Aus diesem Grund laden wir die verkleinerten Bilder für Mobilgeräte über CSS.

Ein Browser arbeitet immer mit dem letzten CSS-Wert, den er versteht. Aus diesem Grund nimmt man beim Stylesheet eine Abstufung vor. Die Bedingungen werden von oben nach unten immer kleiner. Erst definieren wir in unserem Beispiel das Stylesheet für alle Geräte, dann für 750 Pixel Breite und zu guter Letzt für 500 Pixel Breite. Ich empfehle, für statische Bilder am besten 3 oder mehr Versionen anzulegen. Groß, mittel und klein. Hier ein Beispiel zur Implementierung:

 

#teaser{
background-image: url(background-image.jpg);
}
 
@media all and (max-width:750px{
 
#teaser{
background-image: url(background-image-middle.jpg);
}
 
}
 
@media all and (max-width:500px{
 
#teaser{
background-image: url(background-image-small.jpg);
}
 
}

 

Welche Technik nutzt ihr für Responsive Webdesign Bilder? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! 🙂

 

 

 

Bild: Jorma Bork  / pixelio.de

Wie funktionieren Domains und wie registriere ich eine Domain?

Domains sind für Websiten unerlässlich. Sie sind das Salz zur Suppe. Wer im Internet gefunden werden will, der braucht eine eigene Domain. Technisch ist eine Website auch ohne Domain zu erreichen, jedoch surft kein Mensch auf diese Weise im Netz. Wie das Prinzip Domain <> Website funktioniert und wie man sich eine eigene Domain erstellen kann, zeige ich in diesem Beitrag.

Was ist eine Domain?

Eine Domain funktioniert wie eine Adresse. Wenn Ich jemanden besuchen möchte und nur die Information habe, dass derjenige ein Haus besitzt, hilft mir das nicht weiter. Ich brauche die Adresse, um zum Ziel zu gelangen. Das gleiche Prinzip gilt für Websites. Eine Website liegt auf einem Server. Um darauf zugreifen zu können, benötige ich die IP-Adresse des Servers. Die Domain ist praktisch nichts anderes als eine für Menschen lesbare Darstellung einer IP-Adresse.

 

So funktioniert der Aufruf einer Website

  • Der Besucher fragt eine Website an (z.B. www.maxkops.de)
  • Der sogenannte Domain Name Server wandelt den Domainnamen in eine IP-Adresse um (z.B. 109.237.130.79)
  • Der Besucher baut nun eine Verbindung zum Webserver auf und sieht den gewünschten Inhalt

 

domain_server_umleitung

 

Wie erstelle ich eine eigene Domain?

Für jede Domainendung (z.B. .de/.at/.com) gibt es eine zentrale Verwaltungsstelle. Diese verwaltet die Domains und die Inhaberdaten und kümmert sich um die Bereitstellung der Adressen. Für .de Domains ist die DENIC zuständig. Wichtig ist, dass es jede Domain logischerweise nur ein einziges mal geben darf.

Wenn Sie ihre eigene .de Domain einrichten möchten, brauchen Sie einen Hoster, der sich um die Einrichtung kümmert. Für jede Adresse muss monatlich ein gewisser Betrag entrichtet werden. Für .de Adressen liegt der Betrag im Raum von 0,39€ bis 0,99€. Die Verträge laufen immer mindestens 12 Monate und werden in der Regel auch jährlich abgerechnet. Sie bezahlen also bspw. 7€ und „mieten“ die Domain für 12 Monate. Ich benutze bewusst das Wort „mieten“, da man eine Domain nie wirklich besitzen kann. Die Verwaltung obliegt immer der jeweiligen Verwaltungsstelle wie der DENIC. Sie können die Domains dort lediglich registrieren.

 

Eine eigene Domain für meinen Blogspot / Blogger Account erstellen
Ebenfalls oft wurde ich gefragt, wie man eine eigene Domain für einen bestehenden Blog, der bei einem kostenlosen Anbieter wie Blogger gehostet ist, einrichten kann. Es reicht, eine Domain bei einem Anbieter zu registrieren. Nachdem Sie die Domain erfolgreich registriert haben, können Sie eine Weiterleitung einrichten.

Eine Domain umziehen
Ein Domainumzug findet immer mit einem sogenannten Autorisierungscode (AuthCode) statt. Der aktuelle „Besitzer“ einer Domain kann den AuthCode bei seinem Hoster anfordern. Mit dem Authcode kann man eine Domain dann zu jedem anderen Hoster umziehen oder Sie an eine andere Person übergeben.

Wie entscheide Ich mich für einen Hoster?

Oft werde Ich gefragt, welcher Hoster denn der Beste sei. Dies kann ich definitiv nicht pauschal beantworten. Möchte man lediglich eine Domain registrieren, die man als Weiterleitung auf einen bestehenden Blog wie Blogspot / Blogger benutzt, dann ist der Unterschied zwischen den Anbietern meist nicht groß. Die Verwaltung erfolgt immer noch bei der Domain-Verwaltungsstelle. Der Hoster ist in dem Falle nur ein Vermittler. Solange der Hoster seriös ist und akzeptable Kündigungs- und Vertragsverhältnisse bereitstellt, kann er frei gewählt werden.

Bekannte Hoster
Bekannte Hoster sind Strato und. Bei Strato habe Ich mit Domains bisher nur positive Erfahrungen gemacht. Godaddy ist ein Hoster mit Sitz in den USA und hat mittlerweile mehr als 12 Millionen Kunden.

Lockangebote
Achten Sie bei Angeboten auch auf den Preis ab dem 2. Jahr. Meist bieten Hoster sehr vergünstigte Domains an, die dann nach 12 Monaten kräftig zu Buche schlagen.

Domain + Speicherplatz
Möchte man neben der Domain auch Speicherplatz (Webspace) mieten, empfiehlt es sich, einen Vergleich durchzuführen. Auf Hosttest kann man den Tarif nach eigenen Bedürfnissen anpassen und die verschiedenen Anbieter vergleichen.
Ich hoffe, dass Ich die wichtigsten Details und Fragen zu Domains geklärt habe.

Wofür nutzt ihr Domains und welchen Anbieter verwendet ihr? Schreibt doch einen Kommentar unter diesem Beitrag! 🙂

Bild:

5 Tipps, um eine ehemalige Spam Domain zu erkennen

Domain - Spam Vergangenheit?

Der repräsentative Google-Sprecher Matt Cutts veröffentlichte am 21.04.2014 auf Youtube ein neues Video, in dem er sich der Frage stellt, wie man ehemalige Spam Domains erkennen kann. Das Problem kennt sicherlich jeder, der schon einmal eine gute Idee hatte, der allerdings die passende Domain fehlte und sich schließlich auf die Suche nach Angeboten bei sedo oder eBay gemacht hat. Bedacht wird dabei aber selten der bereits vorhandene Eindruck, den die Domain im World-Wide-Web hinterlassen hat. Missstände können schwerwiegende Folgen für das Suchmaschinenmarketing haben.
Ich stelle die von Cutts angesprochenen Möglichkeiten hier vor.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

1. Funktionale Suche nach der Domain

Als ersten Schritt soll man nach Cutts eine funktionale Website- Suche nach der Domain durchführen. Geben sie dazu „site:“ und den Domainnamen ein, beispielsweise „site:maxkops.de“. Es werden nun alle Seiten und Unterseiten dieser Domain angezeigt. Gibt es bei dieser Suche keine Treffer, ist das merkwürdig. Die Domain könnte bereits von Google abgestraft worden sein und ist deshalb von den Suchergebnissen ausgeschlossen.

2. Prüfung der Reputation

Suchen Sie nach der Domain, um relevante Beiträge zu finden. Bei Spam- oder negativ belasteten Domains lassen sich beispielsweise entsprechende Beiträge in Foren finden, die auf Missstände aufmerksam machen. Ebenfalls ausschlaggebend kann ein häufiges Auftreten in Kommentaren sein, die maschinell erstellt wirken. Ist dies der Fall, bleiben Sie skeptisch.

3. Ehemaliger Web-Auftritt: Die WayBackMachine

Die WayBackMachine speichert alle Websiten in einer historischen Timeline. Man kann also nachvollziehen, welche Inhalte zu einem früheren Zeitpunkt auf der Website zu sehen waren. Der Zweck ist also ziemlich selbsterklärend: Schauen Sie, wie die Domain früher genutzt wurde.

4. Konkrete Zahlen vom Verkäufer fordern

Bitten Sie den Verkäufer, ihnen konkrete und vor allem belegbare Daten über die Domain zu liefern. Besucherzahlen sagen etwas über die Bekanntheit aus. Ein Beleg kann beispielsweise ein Screenshot einer renommierten Analyse Software wie Google Analytics sein.

 

5. Wenn es schon zu spät ist: Die Wiedergeburt in Suchmaschinen

Ist es schon zu spät und Sie haben die Domain erworben, versuchen Sie die Fehler ihres Vorgängers zu begleichen. Google bietet Webmastern einen sogenannten Reconsideration Request, also eine erneute Überprüfung der Website, an. Google prüft die Seite auf Antrag erneut und gibt dem neuen Betreiber eine zweite Chance.

 

Die Videoantwort von Cutts ist sicherlich hilfreich, um Domain Irrtümern aus dem Weg zu gehen. Trotzdem kann es hilfreich sein, den Verkäufer direkt auf eventuelle Missstände hinzuweisen und die Gründe zu erfragen, da diese nicht immer mit Spam oder Betrug zusammenhängen müssen.

 

Matt Cuts: Valider HTML Code gehört nicht zu den entscheidenden Google Kriterien

Matt Cutts hat am 25.09 repräsentativ für Google Stellung zu der von Webmastern hinterfragten Bedeutung von validem HTML-Sourcecode genommen.
Er sagte, dass der Google-Bot eine Webseite nicht für „unsauberen“ oder invaliden Sourcecode bestrafen würde, es aber trotzdem zahlreiche Gründe für die Codeoptimierung gebe.

Das Originalvideo von Matt Cuts

Die Validationsrate ihrer Webseite hat also keinen direkten Einfluss auf das Google Ranking. Trotzdem macht es, auch meiner Meinung nach, Sinn, konform zu entwickeln. Denn durch indirekte Einflüsse kann man sehr wohl erheblich vom Bot (ungewollt) abgestraft werden, wenn dieser den Quellcode nicht korrekt lesen und analysieren kann. Bei Google sind die Bots mittlerweile sehr weit entwickelt und sollten auch einen Großteil des invaliden Codes verstehen, garantieren kann man das aber nicht und sollte auf Nummer sicher gehen.
Zudem bezieht sich Cutt´s Stellungnahme nur auf Google. In Deutschland ist dies auch der entscheidendste Punkt, weil Google hierzulande einen Marktanteil von >90% besitzt und man damit wohl den Großteil der potentiellen Besucher abdeckt. Internationale Webseiten müssen allerdings mit Besuchern rechnen, die ggf. aus Staaten mit einem Google Anteil von weniger als 50% stammen. In den alternativen Suchmaschinen dieser Staaten wird möglicherweise anders mit „unsauberem“ Quelltext umgegangen bzw. sind die Bots vermutlich nicht so weit entwickelt wie Google´s. Dann ist die Optimierung auf jeden Fall lohnenswert.

Selbstverständlich enthält jede Webseite seine HTML-Errors, die sich je nach Anwendungsart schnell oder aber nur mit kompletter Umstrukturierung entfernen lassen.
Dazu sagt Google: Die Benutzer(-freundlichkeit) stehen/steht im Vordergrund! Lieber eine kleine „Unsauberkeit“ hinnehmen und dafür dem Benutzer das bieten, was er wünscht!